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Malle ist nur einmal im Jahr: Highlights und Tipps für deine Reise nach Mallorca

Lange Zeit habe ich Mallorca keinerlei Beachtung geschenkt. Mallorca steckte bei mir ganz tief in der Vorurteilsschublade, denn ich verband die Insel immer nur mit dem Ballermann und komplett besoffenen Jugendlichen. Im September 2019 ließ ich mich dann doch zu einer Reise nach Mallorca breitschlagen – zum Glück! Seitdem weiß ich, warum jeder so von Mallorca schwärmt, denn abseits vom Ballermann (El Arenal) ist Mallorca traumhaft schön. Warum Mallorca so beliebt ist, verstand ich bereits nach unseren ersten 1-2 Tagen! Falls du noch an der Insel zweifelst, werden spätestens nach diesem Blogbeitrag alle Zweifel verfolgen sein. Zudem ist es wirklich ein super schönes Reiseziel, welches innerhalb Europas von vielen Ländern gut mit dem Flugzeug zu erreichen ist.

Welche Region solltest du als Ausgangspunkt wählen?

Mallorca ist ideal für einen Roadtrip: Die Küstenstraße laden zum ständigen Anhalten an, der Verkehr ist angenehm, es gibt unzählige lohnenswerte Spots, abenteuerliche Klippen und malerische Buchten. Damit du all das erleben kannst, empfehle ich dir mehrere Unterkünfte zu wählen. Wir hatten insgesamt drei Unterkünfte und ich fand dies sehr entspannt. Denn so saßen wir tagsüber weniger im Auto und hatten es kürzer zu einzelnen Spots. Außerdem schafften wir es so viele Ecken mit unterschiedlichen Buchten und Sehenswürdigkeiten an einem Tag zu entdecken. Wir schliefen eine Nacht in der Hauptstadt Palma den Mallorca und teilten die restlichen Tage auf zwei Unterkünft auf: Die Zweite in Alcúdia und die Dritte in Cala d’Or. Allerdings kannst du auch eine Unterkunft wählen, denn die Baleareninsel ist nicht all zu groß, sodass du diese auch von einem Ausgangspunkt erkunden kannst. 

Möchtest du nur in einer Unterkunft unterkommen, würde ich das davon abhängig machen, ob du lieber in den Bergen übernachten möchtest, oder nahe vielzähliger Buchten. Ziehst du ein Bergdorf vor, solltest du dir eine Unterkunft in Valldemossa oder Deiá suchen. Ansonsten kann ich dir Cala d’Or oder Alcúdia sehr empfehlen!  

Wann solltest du nach Mallorca reisen? 

„Malle ist nur einmal im Jahr“ und daher solltest du deine Reisezeit mit Bedacht wählen. Während der Sommermonate wird die Insel sehr überlaufen sein und du musst dir die malerischen Buchten mit vielen anderen Urlaubern teilen, sowie mit ausgebuchten Hotels und teuren Flügen rechnen. Wir waren 2019 zum Ende der Hauptsaison (September) dort. Das hatte den Vorteil von warmen Temperaturen und leereren Buchten. Die Nebensaison beginnt ab Oktober und geht bis März/April. Wenn du also den Massentourismus umgehen möchtest, reise am besten während der Nebensaison nach Mallorca oder kurz vor Beginn/nach Ende der Nebensaison.

Anreise | Flug | Transport

Gerade wenn du während der Hauptsaison nach Mallorca fliegen möchhtest, solltest du deine Flüge rechtzeitig buchen. Denn die Preise der Flüge variieren sehr und sind kurz vor Abreise meist um einiges teurer als einige Monate vorher. Zudem empfehle ich dir deine Flüge zu vergleichen, denn dadurch kannst du einiges an Geld sparen. Benutze hierfür am besten Vergleichsportale wie Skyscanner oder Opodo.

Möchtest du deinen Urlaub außerhalb von Palma verbringen, solltest du dir unbedingt vorab einen Mietwagen mieten. Ein eigener Mietwagen lässt dich flexibler und spontaner sein und du kannst weitaus mehr sehen als beim Benutzen der Öffentlichen Verkehrsmittel. Wie auch bei Flügen, solltest du auch bei Mietwagen vorher die Preise vergleichen. Ich vergleiche und buche meine Mietwagen immer über billiger-mietwagen.de. Zum Navigieren hat Google Maps einwandfrei funktioniert, daher kannst du dir ein externes Navi sparen. Wissenswert ist außerdem, dass das Tempolimit auf Autobahnen 120 km/h und auf Landstraßen meist 90 km/h beträgt. Innerorts solltest du, wie in Deutschland, maximal 50 km/h fahren.

Was du auf Mallorca gesehen haben solltest: Meine Highlights und Tipps für deine Mallorca-Reise

#1 Palma 

Da du sicherlich in Palma ankommen wirst, kannst du deinen Road Trip über die Insel von hier aus starten. Wir haben eine Nacht in Palma verbracht und selbiges würde ich dir auch empfehlen, da die Hauptstadt einiges zu bieten hat. Suche dir am besten ein Hotel oder eine Ferienwohnung fußläufig zum Stadtzentrum. Meine Empfehlung ist das Hotel Feliz. Dieses liegt zu Fuß gute 30 Minuten vom Stadtzentrum entfernt. Jedoch gehst du auf dem Weg zur Innenstadt die Promenade entlang und kannst die schönen Segelschiffe und Yachten im Hafen bestaunen. Außerdem haben wir dadurch noch einige Spots entdeckt, die wir mit einem Hotel inmitten der Innenstadt nicht durch Zufall hätten finden können. 

Meine Highlights in Palma:
Carrer del Molí d’en Garleta

Auf dem Weg in die Innenstadt haben wir vom Hafen aus Windmühlen gesehen und kurzerhand beschlossen einen kleinen Umweg zu machen. Wir wurden nicht enttäuscht. Von der „Carrer del Molí d’en Garleta“ hast du nicht nur einen super Ausblick über den Hafen, sondern du findest auch süße kleine Straßen und vereinzelt auch Windmühlen. 

Kathedrale der Heiligen Maria 

Das Wahrzeichen kennt wohl jeder, der Mallorca oder Palma schon einmal gegoogelt hat. Die Kathedrale liegt im Stadtzentrum von Palma und kann eigentlich gar nicht verfehlt werden. Wenn du dir die Kathedrale von Nahmen angeschaut hast, kannst du dich zum „Passeig Marítim de Palma“ begeben und die Kathedrale sowie das Treiben der Urlauber mit etwas Abstand beobachten. Wenn du die Kathedrale von innen erkunden möchtest, kostet der Eintritt rund 8 €. Die Besteigung des Dachs der Kathedrale ist nur mit Führung möglich. Diese dauert circa 60 Minuten und kostet 12 € pro Person. Leider ist die Führung derzeit jedoch nur auf spanisch möglich.

Alstadt von Palma

Direkt hinter der Kathedrale befindet sich die weitestgehend autofreie Altstadt von Mallorca. Mach dich gefasst auf enge und verzweigte Gassen mit historischen Häusern. Auch wenn es hier ziemlich touristisch zugeht, lohnt es sich durch die Altstadt zu schlendern. In der Altstadt findest du auch den Boulevard „Passeig d‘es Born“, der von Alleebäumen umringt ist.

#2 Alcúdia samt Halbinsel Formentor und Roadtrip in den Westen Mallorcas
Valldemossa

Von Palma kommend haben wir auf dem Weg zu unserer zweiten Unterkunft in Alcúdia einen Stopp in Valldemossa gemacht. Ein wirklich wunderschönes Bergdorf. Valldemossa ist sowohl in der Haupt- als auch in der Nebensaison sehr beliebt und daher wirst du die Stadt selten ganz ohne deutschsprachige Touristen vorfinden. Dennoch ist das Bergdorf entzückend und schmiegt sich hervorragend in die Kulisse der hügeligen Langschaft. Schnapp dir ein Eis von Gelati Mossa und schlendere durch die kleinen Gassen.

Alcúdia 

Du solltest unbedingt einen Abstecher in die Altstadt von Alcúdia machen. Umrandet von einer Stadtmauer kannst du durch die kleinen Gassen schlendern, die idyllischen Häuser betrachten und auch auf Teilen der Stadtmauer die Altstadt von oben begutachten. Ein Ausflug lohnt sich wirklich sehr. Einige Stunden reichen jedoch aus, da die Altstadt nicht besonders groß ist. 

Cap de Formentor

Die Landschaft im Norden Mallorcas ist wirklich eine der Schönsten. Möchtest du zum berühmten Cap de Formentor durchquerst du einmal die Halbinsel Formentor und fährst somit automatisch an den wunderschönen Klippen des rauen Nordens vorbei. Allerdings kannst du den Ausflug zum Cap de Formentor nur in der Nebensaison selbständig machen, da es nur eine Straße dorthin gibt und der Verkehr in der Hauptsaison zu hoch wäre. Möchtest du dennoch zum Cap de Formentor kannst du während der Hauptsaison gebraucht von den Shuttle-Bussen machen. Die Linie 353 verkehrt alle 30 Minuten und hält an alle wichtigen Stopps auf der Halbinsel. 

Cala Figuera 

Den Tagesausflug zum Cap de Formentor verbindeten wir mit einem Stopp in der idylisschen Badebucht Cala Figueira. Diese erreichst du nur über einen steilen Wanderweg. Du brauchst ca. 15 Minuten bis du es dir auf den Felsen bequem machen oder direkt ins kristallklare Wasser springen kannst. Nimm am besten Wasser und eine Kleinigkeit zu Essen mit, falls du länger dort verweilen möchtest. Denn in der Bucht kannst du weder Wasser noch Essen kaufen. 

Cala Murta

Cala Murta ist eine der ruhigsten Buchten, die wir auf Mallorca gefunden haben. Die umliegenden Felsen laden zum Erkunden ein. Statt uns hinzulegen oder Baden zu gehen, sind wir an der Bucht entlanggewandert und haben uns die Bucht von verschiedenen Blickwinkeln angeschaut. 

#3 Mallorcas Ostküsten mit unzähligen Buchten

3 Nächte verbrachten wir in der kleine Ortschaft Cala d’Or und erkundeten von hier viele kleine Buchten und einige größere Strände. Meine Highligts findest du hier: 

Cala Mitjana

Meine absolute Lieblingsbucht an der Ostküste Mallorcas ist Cala Mitjana. Die kleine Bucht ist über einen kurzen Fußweg erreichbar und bietet einen kleinen Strand. Da der kleine Strand bei 5 Leuten bereits gut voll ist, gingen wir etwas weiter nach hinten und machten es uns auf den Felsen gemütlich. Die Bucht ist aber allgemein nicht super voll und das macht es super angenehm, da du so entspannen kannst und dich im Wasser einfach treiben lassen kannst. 

Caló des Moro

Bereits der Weg zu der Bucht ist ein Erlebnis. Einige super Ausblicke auf die Bucht samt Umgebung erwarten dich und auch die Kletterpartie runter zur Bucht ist ein kleines Abendteuer. Die Bucht erwartet dich mit türkisblauem Wassern, umgeben von Steinen und Klippen auf denen du liegen oder von denen du springen kannst. Platz auf den Klippen ist genug, sodass es auch an gut besuchten Tagen verläuft. 

Cala Varques

In Cala Varques findest du einen verhältnismäßig großen Sandstrandim Vergleich zu anderen Buchten. Als wir eintrafen war dieser bereits recht voll. Da wir aber eh zum Klippenspringen gekommen sind, machte uns das weniger aus. Solltest du jedoch Wert auf einen Platz auf dem Strand legen, komme am besten früh am Morgen. Möchtest du von Klippen springen, halte dich am Strand links und bleiben auf den Felsen. Du wirst wissen, wenn du den Punkt zum Springen erreicht hast, da dort meist auch viele andere springen. Sei dir jedoch bewusst, dass du auf eigene Gefahr springst und es keinen Lifeguard gibt, der dich retten könnte, falls etwas schief geht. 

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