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Tipps

Spartipps: So sparst du Geld für deine nächste Reise!

Meine Entscheidung auszuwandern ist im Herbst 2020 gefallen. Die Planung dafür startet kurze Zeit später und damit kamen die ersten Fragen bezüglich des Reisebudgets bei mir auf. 

  1. Wie kann ich mir das Auswandern finanzieren? 
  2. Wie spare ich in so kurzer Zeit genügend Geld für den Start der Reise? 

Du planst auch gerade deine nächste Reise, aber bist dir nicht sicher, woher du das Geld für diese Reise nehmen sollst? Geld beiseite zu legen ist nicht immer leicht. Wenn du jedoch für etwas sparst, was dir wirklich wichtig ist, ist es machbar. Ich zeige dir, wie du mit wenigen Tricks besser sparen kannst und dich dennoch nicht komplett im Alltag einschränken musst! 

Disclaimer: Diese Tipps haben mir super geholfen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie auch für dich zu 100 % funktionieren. Wandle sie ggf. ab, falls es dir durch kleine Änderungen leichter fällt dein Ziel zu erreichen. 

1. Übersicht schreiben

Zu Beginn solltest du eine Übersicht schreiben, auf der du all deine fixen und variablen Kosten festhältst. Dafür kannst du eine der folgenden Methoden anwenden: 

  1. Rückwirkend aufschreiben, was genau du pro Monat in dem letzten Quartal eingenommen und ausgegeben hast. Das ist jedoch nur möglich, wenn du noch alle Quittungen der getätigten Zahlungen hast. Eine ungefähre Schätzung reicht hier nicht. 
  2. Zu Beginn des neuen Monats jede einzelne Transaktion aufschreiben. Mache dir dafür am besten zwei Listen: Eine mit deinen fixen Ein- und Ausnahmen (z.B. Gehalt, Miete, Netflix, …) und eine zweite Liste für deine variablen Kosten. Bei den variablen Kosten handelt es sich um Kosten, die nicht jeden Monat gleich sind, z.B. der Kaffee To-Go, der Einkauf im Supermarkt oder ähnliches.

Dieser Punkt hört sich zwar etwas langweilig an, hilft aber ungemein! Daher lasse ihn auf keinen Fall aus. 

2. Monatlichen Gewinn berechnen

Hast du mindestens einen Monat lang die Übersicht akkurat geführt, kannst du deinen monatlichen Gewinn berechnen. Rechne dafür all deine fixen Einnahmen gegen die fixen Ausgaben. Von dem Betrag, der übrig bleibt, subtrahierst du nun die variablen Kosten. Das Ergebnis sollte im besten Fall im Plus liegen und spiegelt dann deinen Gewinn für den Monat wider. Der Gewinn gibt dir an, welchen Betrag du ungefähr pro Monat sparen kannst. Ich spreche hier bewusst von ungefähr, da deine variablen Kosten von Monat zu Monat variieren. 

3. Sparpotential berechnen & Gewinn erhöhen

Die Grundlage zum Sparen ist geschaffen! Wirf jetzt einen Blick auf deine variablen Kosten des Vormonats und teile diese in Kategorien ein. Ich habe meine variablen Kosten zum Beispiel in „Lebensmitteleinkauf“, „Kleidung“, Transport (z.B. Tickets für U- & S-Bahn, Carsharing) und „Goodies“ (z.B. der Kakao beim Spaziergen gehen, der 5. rote Lippenstift, …) unterteilt. Überlege nun, welche Ausgaben der variablen Kosten wirklich wichtig waren und in welchen Kategorien du sparen könntest. 

  • Kündige unnötige Verträge (z.B. vom Fitnessstudio) 
  • Hast du unnötige Versicherungen? 
  • Kaufst du dir regelmäßig einen Kaffee unterwegs? Du kannst dir beispielsweise deinen Kaffee oder Kakao auch zuhause machen und mitnehmen, anstatt dir das Getränk unterwegs zu kaufen. So sparst du 2-3 € und bist sogar noch nachhaltiger unterwegs. Kleinvieh macht auch Mist. 
  • Koche lieber selbst oder mit Freunden, anstatt fünfmal die Woche auswärts zu essen

WICHTIG: Schränke dich bei den variablen Kosten nicht zu stark ein. Du sollstest dir nicht allzu viel verbieten, da es sonst schwerer ist dein Ziel zu erreichen. Zudem ist dein Mindset wichtig! Halte dir immer den Grund fürs Sparen vor Augen und es geht gleich viel einfacher. 

4. Ziel und Zeitraum festlegen

Im nächsten Schritt überlegst du dir nun dein Ziel und legst den Zeitraum fest. Achte darauf, dass der Betrag, den du in dem gewählten Zeitraum erreichen möchtest, realistisch gewählt ist. Unrealistische Ziele demotivieren nur. 

Konkret: Deine nächste Reise startet in 6 Monaten. Deine Fixkosten führen dazu, dass du 500 € im Monat sparen kannst. Durch die Einschränkung deiner variablen Kosten könntest du zwischen 50 € und 200 € sparen. Demnach kannst du zwischen 3.300 € und 4.200 € sparen. Wählst du hier die 4.200 €, wirst du dich vermutlich sehr stark in deiner Freizeit einschränken müssen und dadurch ggf. am Sparen keinen Spaß haben. Setzt du dir hingegen das Ziel innerhalb von 6 Monaten mindestens 3.500 € zu sparen, kannst du dir in deiner Freizeit auch was Gutes tun und sparst trotzdem. Zudem freust du dich, wenn du es schaffst in einem Monat dann doch mehr zu sparen als geplant. Ist dein Ziel zu stramm, schaffst du es vielleicht nicht jeden Monat, was dich wiederum demotiviert. 

5. Überblick behalten

Führe auch während des Sparens eine Liste über deine Ausgaben und Einnahmen. So kannst du dich nicht bescheißen und ganz genau nachvollziehen, wo dein Geld hingeht. Außerdem kannst du so nach dem ersten Monat noch einmal überprüfen, wie gut dein Sparziel gesetzt ist. 

6. Verkaufe Dinge, die du nicht benötigst

Du kannst natürlich neben dem Optimieren deiner Ausgaben noch mehr unternehmen, um Reisebudget aufzubauen. Schau dich hierfür in deiner Wohnung um und überlege, welche Kleidung, Deko oder Gegenstände du nicht mehr benötigst. Kleidung, die du 2 Jahre nicht mehr anhattest, wirst du auch in Zukunft nicht mehr tragen. Gut erhaltene Kleidung kannst du super im Internet verkaufen (z.B. auf Vinted.de). Auch Deko, Bücher oder DVD’s kannst du verkaufen, wenn du sie nicht mehr benötigst. Nutze hierfür Portale wie eBay Kleinanzeigen oder rebuy.de. Außerdem kannst du auch in Supermärkten schauen, ob das gleiche Produkt nicht evtl. von einem anderen Anbieter günstiger ist oder sogar gerade im Angebot. 

Falls du während der Sparmonate Geburtstag hast, wünsche dir Geld und spare dieses. 

7. Vermeide Impulskäufe

Auch ein wichtiges Thema beim Sparen sind Impulskäufe. Mir hat es wirklich immens geholfen meine Warenkörbe zu hinterfragen. Brauche ich wirklich den Pulli, den Schmuck, die neue Handyhülle oder die Schuhe? Wahrscheinlich nicht, denn dein Kleiderschrank ist sicher voll genug. Da es jedoch nicht so einfach ist immer rational zu entscheiden, was du wirklich brauchst, hilft dir vielleicht die Methode, mit der ich super zurechtgekommen bin. Und zwar habe ich die Sachen immer über mehrere Tage im Warenkorb gelassen und sie frühestens nach ein paar Tagen gekauft. Meist hatte ich einige Tage später gar nicht mehr im Kopf, was ich kaufen wollte. Das funktioniert bei mir nicht nur in Onlineshops. Auch offline überlege ich mir dreimal, ob ich es wirklich benötige oder gerade nur aus einem Impuls den Kauf tätigen würde. 

8. Erstelle dir ein separates Konto

Einer meiner wichtigsten Spartipps: Lege dir ein separates Konto an, auf welchem du dein gespartes Geld sammelst. Ein zweites Konto bietet folgende Vorteile:

  • Keine Versuchung: Wenn du das Geld auf einem anderen Konto, als deinem Alltagskonto liegen hast, kommst du nicht in Versuchung es auszugeben. Das hängt damit zusammen, dass du im Alltag nicht auf dein zweites Konto schaust und auch nicht mit der Girocard des Sparkontos bezahlst. Ganz nach dem Motto: Aus den Augen, aus dem Sinn. 
  • Monatlicher Dauerauftrag: Du kannst den monatlichen Gewinn, den du in Punkt 2, ausgerechnet hast immer am Monatsanfang auf dein Sparkonto überweisen. Damit du das nicht jedes Mal manuell machen musst, empfehle ich dir einen Dauerauftrag anzulegen. 
  • Ersparnisse auf einen Blick: Verkaufst du Kleidung, alte Spiele oder ähnliches kannst du den Betrag direkt auf dein Sparkonto einzahlen. Wenn du nun auf dein Sparkonto schaust siehst du direkt, wie weit du noch von deinem Sparziel entfernt bist. 

Ich nutze zum Beispiel das kostenlose Girokonto der DKB.

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