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Rundreise durch Peru – Unterwegs im Land der Inkas

Peru ist vor allem durch die faszinierende Inka-Kultur vom Machu Picchu bekannt. Doch es gibt weitaus mehr zu entdecken, als nur die Stadt Cusco mit dem nahegelegenen Machu Picchu. Auf dich wartet eine abenteuerliche Reise zu den atemberaubenden Gipfeln der Anden, zum malerischen Titicacasee, durch das Amazonasgebiet, entlang der facettenreichen Küstenregion und kulturreiche Städte. Ganz gleich wonach dir ist, Peru hält für Reisende eine Vielzahl an unterschiedlichsten Sehenswürdigkeiten und Abenteuern bereit. Du musst dich nur trauen, sie zu erkunden. 

Die beste Reisezeit für eine Rundreise durch Peru

Wann solltest du nach Peru reisen? Das wurde ich in der Vergangenheit sehr oft gefragt. Bei der Wahl der Reisezeit gibt es jedoch einige Faktoren, die deinen Besuch in Peru beeinflussen. Das hängt mit den verschiedenen Landschaften des südamerikanischen Landes zusammen und du solltest dich auf unterschiedliche Witterungsverhältnisse einstellen. Auch die Temperaturen unterscheiden sich teilweise im ganzen Land sehr stark. 

An der Küste wirst du im Sommer das erwartete Bild der südlichen Halbkugel finden. Das bedeutet zwischen Dezember und März ist es, besonders im Norden Perus, sehr heiß und meist sonnig. Zwischen April und November ist es an der Küste deutlich kühler. Du kannst jedoch das ganze Jahr über schwimmen und surfen. 

Durchwachsen ist es da schon in den Anden, von die Jahreszeiten deutlich ausgeprägter sind. Von Juni bis September findest du hier relative trockene und warme Temperaturen, während von Dezember bis März eher mit Regenfällen zu rechnen ist. Ähnlich zu der Witterung der Anden, sieht es auch im Amazons-Gebiet aus. Hier sind die Regenfälle meist stärker und häufiger als in den Anden, jedoch ist es hier das ganze Jahr über heißt und tropisch feucht. Alles in allem soll die ideale Reisezeit für eine Rundreise durch Peru von Mai bis September sein. Ich war allerdings selbst im April/Mai für 5 Wochen in Peru und hatte wundervolles Wetter. Die meiste Zeit war es trocken und sehr heiß – abgesehen von den Wanderungen hoch in den Anden.

Anreise | Flug

Peru liegt im Westen Südamerikas und grenzt an Ecuador, Kolumbien, Brasilien, Bolivien und Chile. Die Amtssprache in Peru ist Spanisch. Im Land werden allerdings noch 47 indigene Sprachen gesprochen. Mach dir aber bitte nicht allzu große Sorgen, wenn du nicht perfekt oder kaum spanisch sprichst und dennoch eine Rundreise durch Peru machen möchtest. Ich bin 2016 auch nur mit sehr gebrochenem Spanisch durch Peru gereist und es hat immer irgendwie geklappt. Mit guten Spanisch-Kenntnissen ist es natürlich leichter und ich empfehle dir auf jeden Fall die Basics, die du fürs Reisen benötigst, zu lernen, denn selbst an den Flughäfen oder in touristischen Gebieten sprechen die wenigstens Einheimischen englisch. 

Meine Anreise nach Peru erfolgte damals von Miami, USA und dauerte gute 5-6 Stunden. Die Preise differieren hier stark, je nachdem wie früh du buchst. Daher empfehle ich dir, wie für jede Reise, rechtzeitig Flüge zu vergleichen. Ich vergleiche immer über Opodo und Skyscanner. Von Deutschland aus fliegst du ca. 16-19 Stunden nach Lima, Peru – je nachdem welchen Abflughafen du wählst. Die Preise für einen Flug liegen meistens bei 600 € aufwärts je nach Reisezeit und Abflughafen. Wenn du vor hast noch andere Länder in Lateinamerika zu erkunden, empfehle ich dir für deine Anreise von Deutschland zu vergleichen, welche Flugverbindungen am günstigsten sind und dort deine Reise zu starten. Vergleiche dabei aber am besten auch die Flüge zwischen den lateinamerikanischen Ländern, falls du keine Roadtrip durch Lateinamerika planst. 

Visum

Für die Einreise nach Peru brauchst du vorher kein Visum beantragen, wenn du einen deutschen Reisepass hast. Der Reisepass muss bei deiner Einreise mindestens noch sechs Monate ab dem Einreisetag gültig sein. Mit dem Visa on Arrival kannst du 90 Tage im Land bleiben.

Wählst du die Einreise über den Landweg, bekommst du zusätzliche eine Einreisekarte. Diese gibt an, wie lange du im Land bleiben darfst. Auf die Einreisekarte musst du gut aufpassen, da du diese bei der Ausreise wieder abgeben musst. Bei Verlust der Einreisekarte ist ggf. eine Geldstrafe fällig. Bei Überschreitung der angegebene Reisedauer ist ebenfalls eine Geldstrafe fällig. 

Transport

Wir haben uns gegen einen Mietwagen entschieden. Das hatte schlichtweg den Grund, dass du in Peru super unkompliziert von A nach B mit Bussen kommst. Zudem wussten wir, dass wir von Peru über den Landweg nach Ecuador oder Kolumbien einreisen wollen und somit den Mietwagen nicht wieder am gleichen Ort abgeben werden können. Falls du lediglich in Peru bleibst, lohnt es sich auch hier die Preise eines Mietwagens vorab online zu vergleichen. 

Ich kann dir wirklich ans Herz nehmen, die Busse zu nutzen. Wir sind sehr oft mit Nachtbussen gefahren und die sind viel gemütlicher und komfortabler als die Busse, die wir aus Europa kennen. Du kannst die Busse online buchen, teilweise bekommst du sogar Kissen, Decken und Essen im Bus und du hast große Sitze, bei denen du die Lehne sehr weit nach hinten klappen kannst. Die Buspreise kommen natürlich auf die Strecke an, aber zur Einordnung: Ich habe für eine 8 Stunden Busfahrt um die 25 € bezahlt (Stand 2016).

Kosten

All in All habe ich für die fünfwöchige Reise durch Peru rund 900 € ausgegeben. In den 900 € sind alle Transportkosten, alle Unterkünfte, alle Eintrittspreise, alle Guides und so weiter enthalten. Wie oben erwähnt, haben wir oft Nachtbusse genommen. Das hatte nicht nur den Vorteil, dass wir durch die teils sehr langen Strecken keine Zeit verloren haben, sondern auch, dass wir uns dadurch eine Unterkunft sparen konnten. Die meisten Busfahrten lagen zwischen 10 € und 35 € und somit auch in dem preislichen Rahmen eines Doppelzimmers. 

Übernachtet haben wir jedoch eher selten in Doppelzimmern, da wir immer lieber in Hostels unterwegs waren, um auch den Kontakt zu anderen Reisenden zu haben. Das ist insoweit hilfreich, dass du oftmals super Tipps für deine Reise bekommst. Für ein Bett in einem Hostel zahlst du meist 7-10 €. Wodurch wir auch etwas Geld gespart haben und super Einblicke in das peruanische Leben bekommen haben, war das Couchsurfing. Wir haben in ein paar wenigen Städten bei einheimischen Familien geschlafen und das war wirklich eine tolle Erfahrung. Die Peruaner sind super hilfsbereit, freundlich und zuvorkommend und ich kann nur jedem empfehlen, den Kontakt mit den Einheimischen in Peru zu suchen. 

Die Kosten für Verpflegung hängt auch in Peru sehr davon ab, in welche Art von Restaurants du gehst. Wir haben meist in einheimischen Lokalitäten gegessen, bei denen du so mit rund 5-6 € pro Hauptgericht rechnen kannst. 

Reiseroute

Ein Teil unserer Reiseroute durch Peru war der typische Gringo-Trail. Die Route heißt so, da es von Touristen inzwischen die typische Route ist und alle sehenswerten Stopps im Süden Perus beinhaltet.

Gestartet sind wir also, wie fast alle anderen auch, in Lima, der Hauptstadt Perus.Von hier ging es Richtung Süden, um dann kurz vor der bolivischen Grenze den Schlenker hoch nach Cuzco zu machen. Von Cusco verließen wir dann den Gringo-Trail und fuhren weiter nach Norden. Nördlich von Lima wanderten wir noch einen Trail zur Laguna 69, surften in Huanchaco und Chicama und fuhren dann mit dem Boot nach Iquitos und somit rein ins Amazonasgebiet.  

Unsere Reiseroute: 

Reiseroute Peru

Was du in Peru gesehen haben musst | Meine Highlights 

Paracas – Halbinsel und Naturreservat

Paracas war unser erster Stopp nach Ankunft in Lima. Der Ort liegt nur wenige Stunden südlich von Lima. Paracas ist eine Halbinsel und ein Naturreservat, welches einst die Heimat der gleichnamigen Prä-Inka-Kultur war. Hier triffst du auf unberührte Natur, das Meer, historische Stätten und mit Glück auch viele geschützte Tierarten (halte z.B. Ausschau nach Seelöwen, Pelikanen und Kormorane). 

Wir planten eine Radtour zu einem Strand, der nicht unweit von unserer Unterkunft sein sollte. Wie sich aber herausstellte, war der Strand gute 2 Stunden mit dem Fahrrad entfernt. Darauf waren wir definitiv nicht eingestellt und fuhren bei Mittagssonne durch das wüstenartige Naturreservat. Die Radtour war dennoch wirklich schön und ich kann jedem einen kurzen Stopp in Paracas empfehlen. 

Ica und die Oase Huacachina

Von Paracas ging es weiter nach Ica, mit der Oase Huacachina. Von Paracas nach Ica sind es nur ca. 75 km und du kannst eine gute Stunde Fahrtzeit einplanen. Huacachina ist eine Oase inmitten der peruanischen Wüste. Die Oase ist umgeben von ca. 100 Meter hohen Sanddünen und ist ein beliebtes Reiseziel für Touristen. Auch wenn es sehr touristisch ist, fanden wir die Oase wirklich lohnenswert. Ihr könnt, wie bei vielen anderen Wüstenzielen, auch hier Sandboarden oder eine Buggytour buchen

Die weiße Stadt Arequipa

In Arequipa gilt als „weiße Stadt“ und ist die zweitgrößte Stadt in den Anden auf einer Höhe zwischen 2041 m und 2328 m. Hier haben wir das erste Mal bei einer peruanischen Familie übernachtet, mit den Kindern Hausaufgaben gemacht, für die Familie gekocht und sind ein wenig durch die Stadt gelaufen. Unser Highlight war hier neben der wirklich schönen Stadt vor allem das Kennenlernen der peruanischen Familie. 

Puno am Titicacasee

Von Arequipa ging es weiter nach Puno, die Stadt direkt am Titicacasee. Der Titicacasee ist der höchste See der Welt. Diesen kannst du sowohl von peruanischer als auch von bolivischer Seite erkunden. In Puno kannst du eine Tour zu den schwimmenden Uros Inseln machen. Dieser Tagestrip kostet rund 10 € pro Person und ist sicherlich eine der populärsten Aktivitäten in Puno. Die Uros Inseln wurden aus Schild erschaffen und hatten das Ziel vor kriegerischen Auseinandersetzungen zu schützen. Die Uros flüchteten somit bei dem ersten Anschein von Gefahr auf die Inseln. Heutzutage leben jedoch nur noch ein paar Hundert der Ureinwohner wirklich auf den Inseln, da das Haupteinkommen inzwischen der Tourismus ist. 

Ein weiteres Ausflugsziel ist die Insel Taquile. Diese könnt ihr entweder via Tagestour besuchen oder als Teil einer zweitägigen Tour. Wir haben uns für den Tagestrip entschieden. 

Cusco, das Reich der Inkas

Weiter ging es nach Cusco – die Stadt beim Machu Picchu. Cusco war einst das Reich der Inkas und gilt heute als eine der touristischen Hochburgen auf der ganzen Welt. Cusco hat wirklich viel zu bieten und wir hatten das Glück vor Ort einen peruanischen Freund meines Bruders zu treffen, der uns ganz Cusco zeigte. Ich empfehle dir Cusco nicht nur als Durchreiseziel für den Machu Picchu zu nutzen, sondern hier wirklich ein paar Tage zu verbringen. Falls du viele der Sehenswürdigkeiten sehen möchtest, benötigst du ein Toursitenticket „Boleto Turistica del Cusco“. Dieses Ticket ist 10 Tage gültig, kostet ca. 35 € und bietet dir Zugang zu 16 verschiedenen Sehenswürdigkeiten und dem Heiligen Tal.

Cusco überzeugt durch einzigartige Bauwerke und die einzigartige Lage (3.416 m über dem Meeresspiegel). Du hast von vielen Plätzen in Cusco eine wunderschöne Aussicht und Panoramablicke auf das peruanische Hochland oder die kolonialen Bauten. Lauf hier am besten nicht nur die Sehenswürdigkeiten ab, sondern lass dich treiben und werde eins mit der Stadt, denn sie hat so viel mehr zu bieten als nur die Sehenswürdigkeiten. 

Machu Picchu – Das Weltkultur- und Naturerbe in Peru

Der Machu Picchu ist heute Weltkulturerbe und der ganze Stolz Perus. Die alte Inkastadt in Peru sollte auf keinen Fall auf deiner Rundreise fehlen. Ganz gleich, ob du die mehrtätige Wanderung zum Machu Picchu oder den leichteren Aufstieg aus dem Tal bei Sonnenaufgang wählst, du wirst überwältigt von der Magie des Weltwunders Machu Picchu sein. 

Der Machu Picchu liegt auf einer Bergspitze inmitten der peruanischen Anden auf einer Höhe von 2.360 m. Es grenzt allein an ein Weltwunder, dass die Stadt in den Wolken zwischen den 1450er und 1540er Jahren gebaut wurde, ganz ohne irgendwelche Hilfen, die man heute bei Bauten kennt. 

Falls du nicht den Inka-Trail wandern möchtest, kannst du von Cusco mit dem Zug nach Picchu Pueblo (auch bekannt als Aguas Calientes), die Stadt am Fuß des Berges, fahren. Dieser benötigt ca. 3,5 Stunden. Wichtig ist, dass du dein Zugticket so früh wie möglich kaufst, da es sehr beliebt ist und teilweise Wochen vorher ausverkauft ist. Ebenfalls würde ich die Tickets (ca. 28 €) für den Machu Picchu rechtzeitig kaufen. Wir sind damals nicht die komplette Strecke mit dem Zug gefahren, sondern einen Teil der Strecke noch zu Fuß gelaufen, was sehr zu empfehlen ist. In Picchu Pueblo haben wir dann eine Nacht geschlafen und sind am nächsten Tag vor Sonnenaufgang zum Machu Picchu aufgestiegen. Du kannst jedoch auch für um die 18 € mit dem Bus rauffahren. Dieser braucht ca. 40 Minuten. Ich empfehle dir Wechselkleidung mitzunehmen, da es früh morgens auf dem Berggipfel noch sehr kalt sein kann und sobald die Sonne aufgestiegen ist, es sehr warm wird. 

Huaraz und der Aufstieg zur Laguna 69

Nach unserem längeren Aufenthalt in Cusco und dem Aufstieg zum Machu Picchu, ging es gen Norden. Genauer gesagt nach Huaraz, denn wir wollten zur Laguna 69 wandern. Bei der Laguna 69 handelt es sich um einen wunderschönen türkisblauen See auf 4.680 m. Auf dem Weg zur Laguna 69 wanderst du durch beindruckende Hochland Wiesen, durch faszinierende Berglandschaft und vorbei an Gletscherwänden mit Wasserfällen und kleineren Bergseen. Allein die Wanderung zur Laguna 69 ist den Ausflug definitiv wert. 

Zum Startpunkt der Wanderung wirst du, bei Buchung einer Tour, mit einem Bus gefahren und der Fahrer wartet dort auf deine Rückkehr. Der Aufstieg zur Laguna 69 dauert ca. 2,5 – 3 Stunden. Bitte lass dich vom Fahrer nicht hetzen, denn wenn du zu schnell die Höhenmeter hinauf wandert, besteht die Gefahr die Höhenkrankheit zu bekommen und damit ist definitiv nicht zu spaßen. Bei guten Sichtverhältnissen hast du während der Wanderung Sicht auf die Eisspitze des Huascaran, dem höchsten Berg in Peru und vierthöchsten Berg in Südamerika.

Anreise ins Amazonasgebiet

Bevor es ins Amazonasgebiet ging, haben wir noch einen Stopp in Huanchaco und Chicama zum Surfen gemacht. Da meine Skills dort allerdings noch eher Mangelware waren und meine Reisebegleitung leider die Höhenkrankheit bekommen und dann das Antibiotikum nicht vertragen hat, gibt es von Huanchaco und Chicama nicht allzu viel zu berichten. 

Also weiter in Richtung Amazonasgebiet:

Unser erstes Anlaufziel im Amazonasgebiet war die Stadt Iquitos. Wer nach Iquitos reisen möchte, hat es nicht ganz so leicht. Es existiert nämlich keine Straße nach Iquitos und du kannst lediglich per Boot oder Flugzeug anreisen. Mit dem Schiff brauchst du normalerweise 3 Tage. Wir entschieden uns auch für das Boot.  

So viel Abenteuer muss sein:

Die Boote legen in Yurimaguas ab. Du weißt nie, wann genau die Boote ablegen und es soll angeblich auch offizielle Passagierboote geben, die dich nach Iquitos bringen. Dumm gelaufen, dass bei unserer Ankunft in Yurimaguas so viele Boote dort im Hafen lagen, dass es schwer fiel die Übersicht zu behalten und wir im Endeffekt auf einem Tier- und Essensfrachter mit 300 Einheimischen gelandet sind. Wohlgemerkt ist es in Peru illegal auf Frachtern mitzufahren, was wiederum für uns bedeutete, dass wir illegal auf diesem Schiff unterwegs waren. Das erfuhren wir aber erst nach Erwerb der Tickets.

Es wurde hektisch und wir sollten unsere Hängematte auf dem Unterdeck aufhängen. Ein etwas mulmiges Gefühl machte sich breit, als gegen Abend plötzlich alle Einheimischen hektisch ihre Hängematten abbauten und ihre sieben Sachen in einer Geschwindigkeit packten, die schon fast an Panik grenzte. Wir versuchten uns mit unserem gebrochenen Spanisch zu verständigen und erfuhren, dass die Marine auf dem Weg war und wir alle runter vom Boot mussten. Nun machte sich auch bei uns etwas Panik breit, wir packten all unsere Sachen und wurden mit rund 5-6 anderen auf ein kleines motorbetriebenes Boot verfrachtet, welches mit uns raus auf den Amazonas und rein in die Dunkelheit fuhr. Die Mücken und Insekten zirpten, wir sahen absolut nichts und hörten nur den kleinen Motor.. bis dieser schließlich ausfiel. Die Versuche den Motor wieder anzubekommen waren vergebens und so trieben wir auf dem Amazonas herum, ohne zu wissen, wann und ob uns jemand finden würde. Wir hatten Glück und eines der vielen anderen Boote war ich Rufweite und versorgte uns mit einem neuen Motor. Nachdem die Marine weg war, durften wir alle wieder aufs Boot und legten endlich ab.

Dauer

3 Nächte und 4 Tage später legten wir in Iquitos an. Die restliche Fahrt nach Iquitos war ruhig. Wir lagen immer mal wieder zum Be- und Entladen an kleinen Dörfern an, hatten zwischenzeitlich eine Herde Kühe und ein Auto mit an Bord, was dann jedoch wieder gegen Obst und Gemüse eingetauscht wurde. 

Iquitos – die Stadt inmitten des Amazonas

Auch wenn die Stadt selbst nicht gerade die Schönste ist, erkennt man direkt, dass man sich im Amazonasgebiet befindet. Bereits hier kannst du mit etwas Glück exotische Vögel und Faultiere sehen. Wenn du weniger Glück hast, dann siehst du nur Köpfe von Kaimanen und Jaguaren als Dekoration in der Bäckerei. Wir hielten uns nicht lange in Iquitos auf, denn wir wollten noch weiter in den Dschungel und buchten einen viertägigen Aufenthalt in der Maniti Dschungel Lodge. 

Im Herzen des Dschungels

Mein absolutes Highlight der Peru Reise, war der Aufenthalt im Dschungel. Ganz gleich wie groß meine Schlangenphobie ist, und wie sehr ich bei jeder Wanderung Panik geschoben habe einer „übern Weg zu laufen“, so sehr habe ich gleichzeitig auch das Abendteuer genossen. Wir haben Piranhas geangelt, den Sonnenaufgang auf dem Amazonas geschaut, Wanderungen durch den Dschungel gemacht und im Amazonas gebadet. Dabei hatten wir wirklich einen tollen Guide, der auf unsere Wünsche eingegangen ist, uns viele Tiere gezeigt hat und uns mit ganz viel Wissen versorgt hat. 

Letzter Stopp: Leticia 

Aufgrund eines starken Erdbebens in Ecuador, entschieden wir uns von Peru direkt nach Kolumbien zu reisen und Ecuador aus gegebenem Anlass auszulassen. Daher war unser letzter Stopp die Kleinstadt Leticia, auch bekannt als das Dreiländerdreick von Peru, Kolumbien und Brasilien. Nach Leticia gelangen wir von Iquitos via Schnellboot. In Leticia blieben wir nicht lange und unternahmen daher auch nicht viel, außer einen Spaziergang über die Grenze nach Brasilien. Strenggenommen war ich also auch schon einmal in Brasilien – allerdings nur für 15 Minuten. 

Ich hoffe dir hat der Einblick in meine fünfwöchige Reise durch Peru gefallen. Falls du Fragen hast, oder weitere Tipps und Spots, schreibe mir gerne ein Kommentar. 

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