Asien, Travel

4 Wochen in Sri Lanka

Mehr oder weniger durch Zufall wurde Sri Lanka zu einem meiner Reiseziele in 2019. Ich muss gestehen, ich hatte es bis dato gar nicht wirklich auf dem Schirm und verstand nie wirklich, warum Sri Lanka bei Freunden und Familie, die bereits dort gewesen sind, so beliebt war. Da ich in den 4 Wochen Sri Lanka wirklich viel erlebt habe und euch so viel Input wie möglich geben möchte, werde ich mehrere Beiträge für Sri Lanka schreiben: einen mit den Hard Facts, wie Anreise, Kosten, Route und 9 Tipps für deine Reise nach Sri Lanka

Sri Lanka gehört definitiv auf die Bucket-List für jeden, der gerne abwechslungsreich reist. Sri Lanka ist eine traumhafte und herzliche Insel, die wunderschöne und endlose Strände, gutes Essen, atemberaubende Natur und super freundliche Menschen bereithält. Im Vergleich zu manch anderen Ländern ist Sri Lanka noch nicht ganz so überlaufen, aber dennoch hatte ich mit weitaus weniger Tourismus gerechnet. Daher schnell nach Sri Lanka reisen, bevor es überfüllt wird. 

Anreise | Transport

Da ich von den Philippinen angereist bin, flog ich über Kuala Lumpur. Die Anreise von Deutschland ist aber auch verhältnismäßig kurz und meist muss man maximal einmal Umsteigen, was ich immer sehr entspannt finde. Hin- und Rückflüge bekommt ihr am günstigsten, wenn ihr rechtzeitig bucht. Schaut dafür immer mal bei Skyscanner oder Opodo nach Flügen, sobald ihr wisst, wann ihr fliegt. So könnt ihr garantiert ein Schnäppchen ergattern. 

Wie bewegt man sich am besten auf Sri Lanka fort? Das ist wohl eine der meist gestellten Fragen zu Sri Lanka. Auf Sri Lanka kannst du zwischen vielen unterschiedlichen Fortbewegungsmitteln wählen und es ganz nach deinem Budget entscheiden. Ob Bus, Tuk Tuk, Taxi, Roller oder Zug, es ist alles möglich. Bis auf den Shuttle direkt nach der Ankunft zum Surfcamp haben wir uns zwischen den Orten mit dem Zug oder dem Bus fortbewegt und innerhalb von Orten mit dem Tuk Tuk. Auch haben wir uns in einem Ort einen Roller gemietet, da unsere Unterkunft etwas außerhalb lag. Wie du siehst, haben wir fast das komplette Spektrum ausgenutzt. 

Visum

Bei meiner Einreise war auch für Aufenthalte unter 30 Tagen ein Visum von Nöten. Das konnte ich aber super einfach online beantragen. Kurz nach meiner Abreise hat Sri Lanka ein kostenloses Visum für Touristen angeboten, daher muss derzeit kein Visum beantragt werden. Wie lange das kostenlose Visum noch angeboten wird, kann ich nicht sagen. Daher schaut am besten vor eurer Abreise auf die Webseite des Auswärtigen Amts, da findet ihr die aktuellen Informationen bezüglich eines Visums.  

Kosten

Wie viele andere Länder in Asien, ist auch Sri Lanka ein sehr günstiges Land und man kommt schon mit wenig Geld aus. Offiziell bezahlt man auf Sri Lanka mit Rupien, wobei 1 Rupie 0,0048 € sind (Stand 2019). Somit hast du ein ziemlich volles Portmonee dabei. Allein durch den Währungskurs, kannst du Sri Lanka sehr günstig bereisen. Teilweise haben wir für Unterkünfte (Doppelzimmer) nur 8-10€ pro Nacht gezahlt und ein gutes Abendessen bekommst du ab 2€. Zum Ende der Reise haben wir uns beispielsweise mal eine richtig „teure“ Unterkunft gegönnt und lagen da bei knapp 90€ für zwei Nächte für uns zwei. Gebucht haben wir unsere Unterkünfte meist auch erst 1-2 Nächte vorher über Booking.com. 

Wie bereits erwähnt kannst du auf Sri Lanka sehr günstig essen. Es kann natürlich auch teurer werden, wenn du nur in den hippen Cafés und Restaurants unterwegs bist. 

Route | Unterkünfte

Bevor die Rundreise durch Sri Lanka begann, war ich eine Woche im Surfcamp im Süden Sri Lankas. Die eigentliche Rundreise begann dann mit dem Eintreffen einer Freundin in Negombo.

Sri Lankas Hochland (Sigiriya, Peradeniya & Ella)

Vom Flughafen-Ort Negombo ging es für uns direkt ins Landesinnere, nach Sigiriya. Die Anreise war nicht gerade kurz, aber dennoch war es der Abstecher gen Norden wert. Sigiriya ist ein kleiner Ort, der wohl eher wegen den zwei Bergen bekannt ist, als für die umliegenden Nationalparks. Unsere Unterkunft war das Sigiri Flower Guest, welches ich sehr empfehlen kann. Das Doppelzimmer war sehr sauber, lag in einem wunderschönen Garten, Frühstück war inklusive und die Familie, der das Guesthouse gehört, war sehr freundlich. Eine Tour in einen der umliegenden Nationalparks könnt ihr direkt mit dem Besitzer des Guesthouses machen. 

Von Sigiriya ging es weiter nach Peradeniya. Wir entschieden uns bewusst für Pernadeniya und gegen Kandy, da wir mit dem Zug nach Ella fahren wollten. Die Züge sind inzwischen so voll, dass man nur mit sehr viel Glück in Kandy noch in den Zug passt. In Peradeniya kamen wir abends an und sind morgens direkt wieder gefahren. Daher haben wir auch keinen großen Wert auf die Unterkunft gelegt und dementsprechend war es ein sehr kleines Zimmer mit noch kleinerem Bad. 

Angekommen in Ella wurden wir erschlagen von dem kleinen Ort, welcher eher an eine Auffangstelle für Touristen erinnerte, als an einen gemütlichen kleinen Ort in den Bergen. Viel mehr Trubel, Bars und Restaurants auf einer sehr kleinen Fläche. Umso glücklicher waren wir, dass unsere Unterkunft, das Samadhi Nature Resort Ella, gute 20 Minuten zu Fuß von der Hauptstraße lag. Wie wir später feststellten, hatte unsere Unterkunft die perfekte Lage zur Nine Arch Bridge und dem Little Adams Peak – beides fußläufig in wenigen Minuten erreichbar. Unser Zimmer schloss direkt an einen großen Balkon, über den alle Zimmer erreichbar sind. So konnten wir nach dem Aufstehen unmittelbar in die Berge schauen. Da steht man doch gleich viel lieber auf, auch als Morgenmuffel. Um Ella herum gibt es super viele Aktivitäten, daher ist es halb so wild, dass der Ort so super busy ist, weil man auch abseits des Trubels genügend Möglichkeiten hat zur Ruhe zu kommen.

Süden bis Süd-Westen (Dickwella, Polhena, Unawatuna, Hikkaduwa & Balapitiya)

Von Ella ging es direkt zum Yala Nationalpark, den ich leider gar nicht empfehlen kann. Mehr Infos dazu findest du in dem Blogpost mit meinen Tipps für deine Sri Lanka Reise. Der nächste Stopp war Dickwella, welches einer meiner liebsten Orte im Süden Sri Lankas ist. Dickwella liegt unweit von Tangalle und Hiriketiya entfernt (was dem ein oder anderen wahrscheinlich etwas bekannter ist) und hat einen endlosen Strand, der während unseres Aufenthaltes bis auf 3-4 andere Touristen sehr leer war. So konnten wir abschalten und hatten den Strand quasi für uns allein. Übernachtet haben wir in der Surf Bay Villa. Unser Zimmer war verhältnismäßig groß und die Lage war ideal, um alles zu Fuß zu erkunden. Unser Lieblings-Führstücksspot war das Verse Collective. Zu Fuß sind wir von Dickwella auch nach Hiriketiya gelaufen. Wir waren jedoch sehr froh, dass wir keine Unterkunft in Hiriketiya hatten, da es dort weitaus voller war und die Bucht wesentlich kleiner ist. 

Es ging weiter an der Küste entlang, bis wir in Polhena ankamen. In Polhena war ich bereits die erste Woche meines Aufenthalts im Drivethru Surfcamp – absolute Herzensempfehlung!! Da es mir dort so gut gefallen hat, sind wir hier noch einmal für 2 Nächte untergekommen und haben die Surfspots im näheren Umkreis genossen. Von Polhena bist du auch sehr schnell in Mirissa und Weligama, wo definitiv mehr los ist. 

Unser nächster Stop war Unawatuna, allerdings schliefen wir hier auch wieder etwas außerhalb in der Summer Valley Boutique Villa. Diese liegt sehr nah am Wijaya Beach, den sicher einige von den Bildern auf Instagram kennen. Abgesehen von der bekannten Kulisse ist der Strand gerade deshalb so schön, weil ihr vom Strand aus Schildkröten beobachten könnt. Die tummeln sich dort nämlich in den Wellen. Unawatuna selbst hat nicht sonderlich viel zu bieten, eignet sich aber auch sehr gut als Ausgangspunkt für einen Stadtbummel in Galle. 

Hikkaduwa steuerten wir als nächstes an und schliefen im L&D Stay Inn. Auch hier freuten wir uns über ein großes Zimmer mit eigenem Bad. Die Hauptstraße und Strände waren fußläufig erreichbar. Wie du bestimmt gemerkt hast, haben wir uns eigentlich nur Unterkünfte gesucht, wo wir zu Fuß einen guten Ausgangspunkt hatten. Wenn du in Hikkaduwa bist, musst du unbedingt bei Salty Swamis frühstücken. Die haben so so gutes Essen – wir waren dort wirklich jeden Tag zum Frühstück und teilweise nachmittags nochmal. Außerdem kann man durch das Café direkt zum Strand gehen und von den Tischen am Strand den Surfern zuschauen, denn das Salty Swamis liegt direkt an dem Reefbreak von Hikkaduwa. Ein Surfboard haben wir uns bei „Reef End Surf School“ geliehen. Schildkröten könnt ihr am Turlte Beach beobachten, allerdings ist es dort sehr überfüllt und laut. 

Unser letzter Stopp vor der Abreise führte uns in die Kadolana Eco Village in Balapitiya. Eine sehr schöne Anlage, mit Pool und traumhafter Aussicht auf dem Randombe See. Balapitiya ist wirklich alles andere als touristisch, weshalb wir den endlosen Strand komplett für uns alleine hatten. Lediglich 3-4 Einheimische kamen vorbei, um uns Kokosnüsse anzubieten oder mehr über Deutschland zu erfahren. Hier konnten wir wirklich ganz gut entspannen. 

Meine letzte Nacht verbrachte ich im Hive 68 – Hotels and Resorts in Negombo, da mein Flug sehr früh ging. Die Lage ist ideal, wenn man keine allzu lange Anreise zum Flughafen haben möchte. 

Abschließend kann ich nur jedem empfehlen Sri Lanka zu bereisen. Wir hatten eine so tolle Zeit und Sri Lanka hat uns einfach super gut gefallen. Eine traumhafte Insel, die sehr abwechslungsreich ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass auch Sri Lanka im Laufe der nächsten Jahre immer voller wird, daher wartet nicht zu lange mit eurer Reise durch Sri Lanka.  

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